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Im März dieses Jahres hatten Abgeordnete der PML, die bis zum Putsch der Militärs im Oktober 1999 mit Nawaz Sharif den Premierminister stellten, Mian Mohammad Azhar zum neuen Parteichef gewählt. Durch die Wahl Azhars, des ehemaligen Gouverneurs von Lahore und Vertrauten Sharifs, der sich seit Dezember 2000 im saudiarabischen Exil aufhält, spaltete sich die Muslim League offen in zwei Lager.
Das Zerwürfnis hatte sich bereits angedeutet, als die PML-N unter Sharif der Alliance for the Restoration of Democracy (ARD) beitrat. Damals weigerte sich eine große Zahl von prominenten Parteimitgliedern, dem Oppositionsbündnis gegen die Militärs beizutreten. Zudem signalisierten Teile der PML kurz nach dem Militärputsch vom Oktober 1999, einer Kooperation mit den Militärs nicht abgeneigt zu sein. Dabei handelt es sich vor allem um ehemalige Militärs und mit Gohar Ayub und Ijazul Haq auch um die Söhne der früheren pakistanischen Militärdiktatoren Zia Ul-Haq und Ayub Khan.
Häufige Treffen Mian Mohammad Azhars mit General Musharraf im Vorfeld der Spaltung im März lassen darauf schließen, dass die Militärs im Hintergrund die Fäden ziehen. Dies könnte Teil einer Strategie Musharrafs sein, um auch nach den angekündigten Wahlen im Oktober 2002 das politische System des Landes zu kontrollieren.
Die nun neu etablierte Partei wird von rund zwei Dritteln der Muslim-League-Abgeordneten im aufgelösten nationalen Parlament und in den Provinzlegislativen unterstützt. Die alte PML unter Nawaz Sharif verfügte in all diesen Kammern über eine Mehrheit. Auch sie war in den späten 1980er Jahren als regierungsfähige Front gegen Benazir Bhuttos Pakistans People's Party mit maßgeblicher Unterstützung der Militärs gegründet worden. Nawaz Sharifs Karriere gründete sich also ebenso auf das Wohlwollen der Offiziere.
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